Onlinekurs-Plattform: Wie du die richtige Plattform für deinen Online-Kurs auswählst

Du hast die Entscheidung getroffen und möchtest einen Onlinekurs erstellen und verkaufen. Meist kommt als nächstes die Frage auf: Für welche Onlinekurs-Plattform solltest du dich entscheiden?

Es gibt mittlerweile so viele Anbieter, dass es nicht so leicht ist eine Entscheidung zu treffen.

In diesem Artikel möchte ich dir die gängigsten Onlinekurs-Plattformen vorstellen. So bekommst du einen guten Überblick über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Systeme. Am Ende dieses Blogartikels gebe ich dir noch ein paar Fragen an die Hand, die dir helfen deine Entscheidung zu treffen.

1) Allgemeines

In diesem Artikel stelle ich dir die gängigsten Onlinekurs-Plattformen vor. Nicht alle davon habe ich selbst getestet.

Einige Onlinekurs-Plattformen nutze ich selbst, andere kenne ich von Onlinekursen aus der Teilnehmer-Perspektive. Die Informationen habe ich im Netz recherchiert und um meine Erfahrungen und Einschätzungen ergänzt.

In meinem Onlinekurs, der Online Business Creator Academy, zeige ich meinen Teilnehmer:innen, wie sie ihren Onlinekurs erstellen und vermarkten können. Obwohl ich eine Tool-Empfehlung gebe und jede Menge Technik-How-To-Tutorials bereitstelle für die Tools, die ich selbst verwende, können meine Studenten ihre bevorzugten Tools nutzen.

Mit diesem Artikel möchte ich dir helfen, bei der Auswahl deiner Onlinekurs-Plattform eine gute Entscheidung zu treffen.

Wenn dir Informationen auffallen, die nicht mehr richtig oder nicht mehr up-to-date sind, dann schreib das gern in die Kommentare, damit ich den Artikel aktualisieren kann. Vielen Dank.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen.

Also, lass uns starten mit ein paar grundlegenden Unterschieden zwischen den Plattformen.

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie du einen Onlinekurs erstellst und verkaufst, schau dir auch diese Artikel an:

>>So findest du das richtige Onlinekurs-Thema<<

>>Die einfachste Methode einen Onlinekurs zu erstellen<<

>>Wie du deinen Onlinekurs verkaufst<<

2) All-in-One-Onlinekurs-Plattform vs. einzelne Tools

Bei Onlinekurs-Plattformen lassen sich All-in-One-Lösungen von einzelnen Tools unterscheiden.

Eine All-in-One-Lösung bildet mehrere Funktionen in einem Tool ab, wie z.B. den Mitgliederbereich für deinen Onlinekurs mit verschiedensten Funktionen, Videohosting, Landingpages, Websites, Zahlungsdienst, Autoresponder für dein Email-Marketing, Funnel-Builder oder Webinare.

Jedoch solltest du bei den All-in-One-Lösungen genau hinschauen. Nicht jede All-in-One-Lösung beinhaltet alle Tools, die du brauchst, um deinen Onlinekurs zu erstellen und zu vermarkten.

Häufig benötigst du trotz All-in-One-Lösung noch weitere Tools. Diese willst du mit deiner Onlinekurs-Plattform verbinden, damit du den ganzen Prozess umsetzen kannst. Achte darauf, dass es direkte Schnittstellen zu den jeweiligen Tools gibt, die du bereits verwendest oder zukünftig verwenden möchtest. Also, wenn du zum Beispiel Mailchimp als Autoresponder verwendest, dann möchtest du, dass dieser sich leicht mit deiner Onlinekurs-Plattform verbinden lässt.

Aus meiner Erfahrung als Onlinekurs-Expertin, die schon viele dabei begleitet hat, ihren eigenen Onlinekurs an den Start zu bringen, kann ich dir sagen: Das perfekte Tool gibt es eigentlich nicht. Es gibt immer wieder Dinge, die einem bei dem einen Tool besser gefallen. Und es gibt jene, die einem bei einem anderen Tool besser gefallen. Aber unterm Strich kann ich auch sagen: Die Erstellung eines Onlinekurses mit den Onlinekurs-Plattformen ist sehr einfach geworden, und es gibt viele gute Lösungen auf dem Markt.

Je umfassender die All-in-One-Lösung ist, desto komplizierter wird meist auch die Einrichtung deines Mitgliederbereichs. Besonders für Anfänger können die Tools schnell unübersichtlich werden.

3) Mit integriertem Zahlungsdienst vs. ohne

Es gibt Onlinekurs-Plattformen mit integriertem Zahlungsdienst versus Plattformen ohne Zahlungsdienst.

Meist spielt es keine große Rolle, ob der Zahlungsdienst integriert ist oder nicht. Denn es gibt externe Zahlungsdienste, die du nutzen kannst. Diese lassen sich meist gut mit der Onlinekurs-Plattform verbinden.

Vielleicht fragst du dich jetzt: Wofür benötige ich denn einen Zahlungsdienst?

Der Zahlungsdienst kümmert sich darum, das Geld deiner zahlenden Onlinekurs-Mitglieder zu erhalten. Er übernimmt die Rechnungsstellung und die Auszahlung an dich. Außerdem kümmern sich Zahlungsanbieter oftmals auch um das Forderungsmanagement. Das heißt, wenn z.B. Raten oder Zahlungen ausfallen, fordert der Zahlungsanbieter die Zahlungen ein.

Bei den Zahlungsdiensten unterscheidet man das Resellermodell von dem „Verkauf unter eigenem Namen“.

Beim Resellermodell verkauft der Zahlungsanbieter den Onlinekurs für dich und übernimmt die Rechnungsabwicklung. Dieses System ist provisionsbasiert. Das heißt, du zahlst dem Dienstleister pro verkauften Kurs eine Provision für die Abwicklung des Zahlungs- und Rechnungsverkehrs.

Zwei im Online-Business weit verbreitete externe Zahlungsdienstleister sind Digistore24 und Copecart. Beide arbeiten nach dem Resellermodell. Sie unterscheiden sich in der Höhe der Gebühren.

Gebühren Digistore24

Diese liegen pro Produktverkauf bei 7,9 % + 1 Euro auf den Bruttopreis. Diese Provisionskosten sind etwas höher als bei dem Zahlungsdienst Copecart.

Hier findest du die Kosten von Digistore24 in der Übersicht und einen Provisionsrechner.

Gebühren Copecart

Diese liegen pro Produktverkauf bei 4,9 % + 1 € auf den Bruttopreis. Hier findest du die Kostenübersicht von Copecart.

Alternativ zu den Resellermodellen gibt es Lösungen, bei denen du deinen Onlinekurs unter deinem eigenen Namen verkaufen kannst. Hier zahlst du entweder eine monatliche Service-Gebühr für die Nutzung des Dienstes oder du kaufst die Software einmalig. Das ist z.B. bei Thrivecart möglich.

Achtung:

Nicht jeder Zahlungsdienst ist mit jeder Onlinekurs-Plattform direkt integrierbar.

Beide Modelle haben Vor- und Nachteile. Beim Resellermodell entstehen nur dann Kosten, wenn du Verkäufe tätigst. Beim Verkauf unter eigenem Namen entstehen einmalige oder monatliche Gebühren, egal, ob du verkaufst oder nicht.

4) Auf externer Onlinekurs-Plattform gehostet vs. auf deiner Website integriert

Du hast zwei Möglichkeiten: Du kannst eine externe Onlinekurs-Plattform nutzen oder deinen Onlinekurs auf deiner eigenen WordPress-Seite integrieren.

Beides hat Vor- und Nachteile.

Wenn du den Mitgliederbreich für deinen Onlinekurs auf deiner eigenen WordPress-Seite einrichtest, dann wirst du vermutlich mehr Zeit für die Einrichtung benötigen. Externe Kursplattformen haben einen Gestaltungsrahmen, sodass du hier gezielt deine Inhalte einfügen kannst. Dadurch richtest du deinen Kursbereich viel schneller ein. Allerdings hast du bei externen Plattformen weniger Gestaltungs-Spielraum als beim Mitgliederbereich auf deiner eigenen Website.

Wenn du den Kurs auf deiner eigenen Seite einrichtest, baust du sozusagen auf deinem „eigenen Grund“. Dadurch bist du unabhängiger. Auf der anderen Seite benötigst du noch zusätzliche Tools. Je nach Onlinekurs-Plattform sind diese bei einem externen Anbieter bereits inkludiert. Die Entscheidung, ob du eine externe Plattform nutzt oder den Onlinekurs auf deiner eigenen Seite einstellst, würde ich von folgenden Punkten abhängig machen:

1. Hast du genug Zeit zur Verfügung?

2. Wie wichtig ist dir ein individuelles Design?

2. Wie gut kennst du dich mit WordPress aus?

Kommen wir zum nächsten Punkt:

5) Deutsche Anbieter vs. internationale Anbieter

Ein wichtiger Punkt bei der Auswahl deiner Onlinekurs-Plattform ist die Frage: Kannst du das Tool rechtssicher in Deutschland, Österreich oder der Schweiz nutzen?

Oftmals haben internationale Anbieter einen größeren Funktionsumfang und teilweise günstigere Tarife als deutsche Anbieter. Andererseits solltest du dich vorher schlau machen, ob du das Tool rechtssicher im Hinblick auf Datenschutz nutzen kannst.

Hinzu kommt die Sprachbarriere. Wenn du dich für einen internationalen Anbieter entscheidest, dann solltest du Englisch können. Die Plattform selbst und auch der Support sind englischsprachig.

Als nächstes möchte ich dir verschiedene Onlinekurs-Plattformen vorstellen und ihre Vor- und Nachteile beleuchten.

Auf geht’s:

6) Onlinekurs-Plattformen – der Vergleich

6.1 Coachy

Onlinekurs-Plattform Coachy

Coachy ist ein deutscher Anbieter. Die Onlinekurs-Plattform bezeichnet sich als All-in-One-Lösung. Du kannst nicht nur deinen Mitgliederbereich erstellen, sondern auch Landingpages. Das Schöne ist: du brauchst keinen zusätzlichen Videohoster. Du kannst deine Inhalte und Videos direkt in Coachy hochladen. Coachy hat allerdings kein eigenes Zahlungssystem. Jedoch kannst du Zahlungsanbieter wie Digistore24 oder Copecart einfach und schnell integrieren.

Auch für die gängigen Newsletter-Systeme (Autoresponder), wie z.B. MailChimp, ActiveCampaign, Klick-Tipp oder GetResponse, gibt es direkte Schnittstellen. Dadurch kannst du sie einfach anbinden. Der Support bei Coachy antwortet schnell und ist sehr hilfsbereit. Da ich das System selbst nutze, spreche ich aus Erfahrung.

Coachy ist benutzerfreundlich und intuitiv zu bedienen. Der Mitgliederbereich lässt sich schnell einrichten und ist daher sehr gut für Anfänger geeignet. Das Design ist schlicht und klar. Du kannst Farben und Schriften an dein Corporate Design anpassen.

Ich nutze Coachy für meinen Signature-Kurs, die Online Business Creator Academy. Hier siehst du, wie mein Mitgliederbereich in Coachy für meine Teilenehmer:innen aussieht.

Onlinekurs Online Business Creator Academy Onlinekurs-Plattform

Preise & Pakete für Onlinekurs-Plattform Coachy:

Coachy bietet 3 Pakete an.

Premium

Mit dem Premium Paket für 37 € monatlich kannst du 1 Kurs erstellen und 6.000 Mitglieder verwalten. Du kannst Videos hochladen und viele Basis-Einstellungen nutzen. Allerdings ist es nicht möglich, in dieser Version den Landingpage-Builder zu nutzen. Auch Urkunden und Zertifikate sind nicht möglich zu erstellen. Dieses Paket ist für Einsteiger bzw. für alle Creators geeignet, die nur einen einzelnen Kurs erstellen möchten.

Deluxe

Das Deluxe Paket kostet monatlich 67 € und du kannst damit 3 Kurse erstellen und 9.000 Mitglieder verwalten. Du kannst alle Features von Coachy nutzen bis auf das erweiterte Tagging, Mitarbeiter-Zugänge und bevorzugten Support. Du kannst angelegte Landingpages mit deinen Mitgliedern teilen. Dieses Paket ist geeignet für dich, wenn du mehrere Kurse und auch die Landingpages über Coachy erstellen möchtest. Das ist das Paket, das ich aktuell nutze.

Enterprise

Das Enterprise Paket für 197 € monatlich ermöglicht dir die Erstellung von 25 Kursen und die Verwaltung von 15.000 Mitgliedern. Aus meiner Sicht ist dieses Paket eher (wie der Name schon vermuten lässt) für Firmen geeignet.

Bei allen Paketen kannst du zwischen monatlicher und jährlicher Zahlung wählen. Bei jährlicher Bezahlung kannst du fast ein Drittel der Kosten sparen.

Vorteile:
  • 30 Tage kostenfrei testen
  • schnell und einfach einzurichten
  • intuitiv und einfach zu bedienende Benutzer-Oberfläche
  • deutscher Anbieter mit deutschsprachigem Support
  • klares und übersichtliches Design
  • Content-Drip: Zeitverzögerte Freischaltung der Kursinhalte
  • Landingpage-Builder mit vielen Designs
  • kein externer Videohost benötigt, du kannst deine Inhalte direkt bei Coachy hochladen
  • inkl. Datenschutz- und Impressums-Generator
  • Upsell- und Downsell-Funnel
  • eigene Wunschdomain ab Deluxe Version möglich
  • Mitgliederbereich kann auch als App mobil bereitgestellt werden
  • DSGVO-konform
  • Quiz und Zertifikate
  • sowohl Digistore24 als auch Copecart als Zahlungsdienst direkt verknüpfbar
Nachteile:
  • alle Daten liegen bei einem externen Dienstleister.
  • das Design ist nicht so individualisierbar wie bei Mitgliederbereichen auf WordPress-Seiten
  • du brauchst einen externen Zahlungsdienstleister
  • du brauchst einen externen Autoresponder (Email-Service-Provider)

Ist Coachy die richtige Onlinekurs-Plattform für dich?

Coachy ist die richtige Onlinekurs-Plattform für dich, falls du Anfänger bist oder deinen Mitgliederbereich besonders schnell und einfach einrichten möchtest. Du möchtest den Mitgliederbereich deines Onlinekurses nicht auf deiner WordPress-Seite individuell gestalten. Du möchtest ein fertiges Framework nutzen, das du schnell und einfach anpassen kannst. Coachy ist die richtige Wahl, wenn du einen der genannten Email-Dienste nutzt oder nutzen möchtest und wenn du auch Landingpages erstellen möchtest.

Mit diesem Link kannst du Coachy 30 Tage kostenlos testen und du erhältst zusätzlich 15 % Rabatt für deinen ersten Monat oder dein erstes Jahr.*

Meine Einschätzung:

empfehlenswert, auch oder sogar besonders für Anfänger

6.2 coachannel

Onlinekurs-Plattform coachannel

coachannel ist die Onlinekurs-Plattform des Zahlungsdienstleisters Digistore24. Bei dieser Plattform handelt es sich ebenfalls um einen deutschen Anbieter. coachannel ist eine All-in-One-Lösung. Du kannst mit der Plattform nicht nur deinen Mitgliederbereich, sondern auch Webseiten und Funnels erstellen.

System-Emails werden bei coachannel automatisiert versendet. Die gängigen Email-Dienste, wie z.B. MailChimp, ActiveCampaign, Klick-Tipp und GetResponse, können direkt integriert werden. Dadurch, dass diese Plattform von Digistore24 angeboten wird, ist die Anbindung zum Zahlungsdienst direkt gegeben. Digistore24 übernimmt die Bezahlabwicklung und Rechnungstellung auf Provisionsbasis. Das bedeutet: Wenn du nichts verkaufst, fallen keine Kosten an. Wenn du etwas verkaufst, dann fallen Gebühren an.

Preise & Pakete für Onlinekurs-Plattform coachannel:

Bei coachannel kannst du zwischen 3 Paketen wählen.

Light

Das Light-Paket kostet monatlich 47 €.
Dafür kannst du 1 Website, 25 Landingpages und 3 Kurse mit 1.000 Mitgliedern anlegen. Du erhältst 7 Seitenvorlagen. In dieser Version bleibt das coachannel Branding bestehen.

Premium

Das Premium-Paket kostet monatlich 87 €.
Es enthält 3 Websites, 100 Landingpages und 20 Kurse mit 10.000 Mitgliedern. Du bekommst alle Seitenvorlagen und du kannst das coachannel Branding entfernen. Weiterhin erhältst du 6 Split-Tests und kannst angelegte Seiten teilen.

Platinum

Das Platinum-Paket kostet monatlich 267 €.
Es ist das umfangreichste Paket mit Priority-Support und mit allen Vorteilen aus dem Premium-Paket. Du kannst 8 Websites, 500 Landingpages und 100 Kurse mit 25.000 Mitgliedern hosten.

Bei allen Paketen kannst du zwischen monatlicher und jährlicher Zahlung wählen. Dadurch sparst du 10%.

Vorteile:
  • 30 Tage kostenfrei testen
  • deutscher Anbieter mit deutschsprachigem Support
  • Landingpage-Builder mit 150+ Seitenvorlagen
  • Split-Test Funktion für Seiten
  • Funnel-Vorlagen mit einheitlichem Design für Opt-In, Sales, Webinar, Upsell- und Dankeseiten
  • kein externer Videohost benötigt, du kannst deine Inhalte direkt bei coachannel hochladen
  • Kopierschutz für Videos
  • Content-Drip: zeitverzögerte Freischaltung der Kursinhalte
  • 1-Click Upsells
  • eigene Wunschdomain möglich
  • Mitgliederbereich kann auch als App mobil bereitgestellt werden für Offline-Zugriff
  • DSGVO-konform
  • Zugehörigkeit zu Digistore24 mit direkter Anbindung
Nachteile:
  • alle Daten liegen bei einem externen Dienstleister
  • das Design ist nicht so individualisierbar wie bei Mitgliederbereichen auf WordPress-Seiten
  • du brauchst einen externen Autoresponder (Email-Service-Provider)
  • du legst dich auf den Zahlungsdienst Digistore24 fest

Ist coachannel die richtige Onlinekurs-Plattform für dich?

Ist coachannel die richtige Onlinekurs-Plattform für dich?
Da ich das Tool nicht selbst getestet habe, kommt hier meine Einschätzung auf Basis meiner recherchierten Informationen. Wenn du ein externes Tool nutzen möchtest, das viele Funktionen umfasst, dann lohnt es sich, einen Blick auf coachannel zu werfen.

Du hast mit diesem Tool viele Möglichkeiten. Wenn du nicht nur deinen Mitgliederbereich, sondern auch eine Website und Landingpages mit der Onlinekurs-Plattform erstellen möchtest und es für dich okay ist, dich auf den Zahlungsdienst Digistore24 festzulegen, ist coachannel die richtige Wahl.

Meine Einschätzung:

empfehlenswert

6.3 DigiMember

Onlinekurs-Plattform Digimember

DigiMember ist eine Onlinekurs-Plattform, die du auf deiner WordPress-Seite integrierst. Diese Software ist von einem deutschen Anbieter. Es ist ein Einzeltool und wird als Plugin auf deiner WordPress-Seite installiert.

Wichtig zu wissen: DigiMember funktioniert am besten mit dem Zahlungsdienst Digistore24. Das heißt, wenn du dich für DigiMember entscheidest, dann solltest du dich auch für den Zahlungsdienst Digistore24 entscheiden. Diese Kombination ist am einfachsten einzurichten.

Es gibt auch Schnittstellen, z.B. zu Paypal oder Stripe. Dennoch würde ich dir die Kombination mit Digistore24 empfehlen. Zusätzlich zu DigiMember benötigst du noch einen Videohost, wie z.B. Vimeo. Bei diesem hostest du deine Onlinekurs-Videos. Wenn du die Videos auf deiner Website hochladen würdest, würde deine Website extrem langsam werden. Außerdem benötigst du noch einen Autoresponder (Email-Service-Provider).

Es bestehen Schnittstellen zu den gängigen Systemen, wie ActiveCampaign, GetResponse, MailChimp oder Klick-Tipp. Ich habe meinen ersten Kurs, die IBL Business-Lounge, mit DigiMember eingerichtet. Die einzelnen Seiten des Mitgliederbereichs habe ich mit meinem WordPress-Theme Divi gestaltet.

Onlinekurs IBL Business Lounge

Preise & Pakete für die Onlinekurs-Plattform DigiMember:

Bei DigiMember gibt es zwei Pakete.

Free

In dem kostenlosen Plan kannst du 1 Produkt, also einen Onlinekurs mit 50 Mitgliedern anlegen. Es ist nur möglich, den Zahlungsanbieter DigiStore24 zu verbinden. Aus meiner Sicht ist dieser kostenlose Plan für den Einstieg geeignet um zu testen, ob dir das System gefällt und ob du damit gut klarkommst.

Pro

DigiMember PRO kostet monatlich 37 € und du kannst unbegrenzt viele Onlinekurse mit unbegrenzt vielen Mitgliedern erstellen. Es werden alle Funktionen von DigiMember freigeschaltet.

Wenn du den jährlichen Zahlungsplan wählst, kannst du etwas sparen.

Vorteile:
  • kostenloser Plan für 1 Kurs mit 50 Mitgliedern
  • deutscher Anbieter mit deutschsprachigem Support (ausschließlich Email-Support)
  • die einzelnen Seiten des Mitgliederbereichs können ganz individuell im Look and Feel deiner WordPress-Seite gestaltet werden
  • du baust deinen Mitgliederbereich auf deinem eigenen „Grundstück“ auf
  • der Mitgliederbereich hat deinen Domain-Namen (lege am besten eine Subdomain hierfür an, du kannst sie z.B. member.deinedomain.de nennen)
  • Prüfungen und Zertifikate
  • Push-Notifications
  • aktionsbasierte Trigger
  • Content-Drip: zeitverzögerte Freischaltung der Kursinhalte
  • DSGVO-konform
Nachteile:
  • du musst mit WordPress und deinem WordPress-Theme versiert umgehen können oder bereit sein, einen Webdesigner für die Gestaltung deines Mitgliederbereichs zu beauftragen
  • es ist keine All-in-One-Lösung, d.h. du brauchst mehrere Tools
  • keine Vorlagen, weshalb der Aufbau eines Mitgliederbereichs für den Content deines Onlinekurses viel länger dauert
  • du brauchst ein Tool, mit dem du Landingpages erstellen kannst (Prüfe, ob dein Theme Landingpages erstellen kann. Landingpages sind Seiten ohne Navigation.)
  • keine App für mobile Nutzung und Offline-Verfügbarkeit von Inhalten

Ist DigiMember die richtige Onlinekurs-Plattform für dich?

DigiMember die richtige Wahl für dich:

1. Wenn du Wert darauf legst, dass du deinen Mitgliederbereich auf deinem eigenen „Grundstück“ baust, also auf deiner Website.

2. Wenn du dein eigenes individuelles Design realisieren möchtest.

Ich habe meinen ersten Onlinekurs mit DigiMember erstellt. Ich empfehle dir DigiMember nur dann zu wählen, wenn du versiert mit WordPress umgehen kannst. Außerdem solltest du etwas mehr Zeit einplanen.

Meine Einschätzung:

empfehlenswert für alle, die sich mit WordPress auskennen

6.4 elopage

Onlinekurs-Plattform elopage

elopage ist eine umfassende All-in-One-Lösung aus Deutschland. Mit dieser Onlinekurs-Plattform kannst du praktisch alles abbilden. Du kannst deinen Mitgliederbereich für deinen Onlinekurs einrichten, Landingpages und Bezahlseiten erstellen und abrechnen.

Dabei kannst du entscheiden, ob du das im Provisions- oder Reseller-Modell machen möchtest. Die Unterschiede der beiden Modelle habe ich weiter oben im Artikel unter dem Punkt „Zahlungsanbieter“ beschrieben. Es gibt Schnittstellen zu den gängigen Autorespondern, wie z.B. ActiveCampaign, GetResponse, MailChimp und Klick-Tipp.

Preise & Pakete für die Onlinekurs-Plattform elopage:

Bei elopage gibt es 4 verschiedene Preis-Pakete.

Essential

Das günstigste Paket kostet 29 € monatlich. Dafür kannst du eine unbegrenzte Anzahl an Produkten / Onlinekursen erstellen, 100 Mitglieder sowie 10 Videos uploaden. Alle Onlinekurs-Funktionen sind schon in dieser Version nutzbar. Jedoch ist hier keine automatische Rechnungsstellung möglich und kein individuelles Design.

Advanced

Das Advanced Paket kostet 49 € monatlich. Dafür kannst du eine unbegrenzte Anzahl an Produkten / Onlinekursen erstellen für unbegrenzt viele Mitglieder. Du kannst 300 Videos hochladen und alle Onlinekurs-Funktionen sind schon in dieser Version nutzbar. In diesem Paket ist eine automatische Rechnungsstellung möglich. Außerdem kannst du Sales-Funnel erstellen. Es ist kein individuelles Design möglich.

Professional

Das Professional Paket kostet 99 € monatlich. Du kannst eine unbegrenzte Anzahl an Produkten / Onlinekursen erstellen für eine unbegrenzte Anzahl an Mitgliedern. Du kannst unbegrenzt viele Videos hochladen und alle Onlinekurs-Funktionen nutzen. Die automatische Rechnungsstellung ist enthalten und du kannst das Design individuell anpassen.

Premium

Das Premium Paket kostet 279 € monatlich. Es enthält alles, was das Professional-Paket enthält, und zusätzlich kannst du das Design white-lablen, das heißt, dass nicht mehr ersichtlich ist, dass der Mitgliederbereich auf elopage läuft.

Hier kannst du dir das Pricing im Detail anschauen.

Vorteile:
  • 14 Tage kostenlos testen
  • deutscher Anbieter mit deutschsprachigem Support
  • Landingpage
  • Datenschutzgenerator ab Professional Tarif
  • individuelle Bezahlseiten
  • kein externer Videohost benötigt, du kannst deine Inhalte direkt bei elopage hochladen (Umfang richtet sich nach Paket)
  • Quiz und Zertifikate
  • Kurs-Emails aus System versendbar
  • Sales-Funnel (ab Advanced Tarif)
  • Content-Drip: zeitverzögerte Freischaltung der Kursinhalte
  • Upsell & Bundles
  • eigene Wunschdomain möglich (ab Professional)
  • Mitgliederbereich kann auch als App mobil bereitgestellt werden für Offline-Zugriff
  • DSGVO-konform
Nachteile:
  • alle Daten liegen bei einem externen Dienstleister
  • das Design ist nicht so individualisierbar wie bei Mitgliederbereichen auf WordPress-Seiten, ggf. benötigt man hierfür externe Hilfe
  • etwas unübersichtliche Preisstruktur, sodass man nicht ganz nachvollziehen kann, was das optimale Paket ist
  • aufgrund der umfassenden Möglichkeiten des Tools nicht ganz einfach sich einzuarbeiten

Ist elopage die richtige Onlinekurs-Plattform für dich?

Wenn du eine umfassende All-in-One-Lösung aus Deutschland suchst, dann ist elopage die richtige Wahl für dich. Ich selbst nutze elopage nicht. Ich hatte mal einen Account angemeldet, aber bin nicht wirklich mit dem System warm geworden. Wenn man sich in das System reinarbeitet, ist es aber sicherlich ein robustes und umfassendes System, das dir viele Möglichkeiten bietet.

Meine Einschätzung:

empfehlenswert, nicht ganz einfach für Anfänger

6.5 funnelcockpit

Onlinekurs-Plattform Funnelcockpit

Die Onlinekurs-Plattform funnelcockpit ist eine All-in-One-Lösung aus Deutschland. Mit dem Tool kannst du nicht nur den Mitgliederbereich für deinen Onlinekurs erstellen, sondern auch deine Websites und Funnels erstellen und Emails versenden.

Wenn du bereits einen anderen Email-Service-Provider nutzt, dann ist auch hier die Integration mit den gängigen Anbietern möglich, wie Mailchimp, GetResponse, ActiveCampaign und Klick-Tipp. Was du dennoch benötigst, ist einen externen Zahlungsanbieter. Du hast die Möglichkeit z.B. DigiStore24, Copecart oder Elopage als Zahlungsdienst zu verknüpfen.

Preise & Pakete für die Onlinekurs-Plattform funnelcockpit:

Bei funnelcockpit gibt es 3 Preis-Pakete.

Lite

Im Einsteigertarif ist funnelcockpit für 47 € monatlich zu haben. Hierfür kannst du 5 Projekte, einen Mitgliederbereich, Funnels und Landingpages, deinen Blog und eine Umfrage erstellen und die Email-Marketing-Software nutzen.

Standard

Im Standard-Paket zahlst du 97 € monatlich. Dafür kannst du 3 Mitgliederbereiche erstellen, 10 Projekte, alle Funktionen aus dem Lite Paket, unbegrenzte Umfragen, Split-Tests, 1 Webinar und 1 Formular zur Leadgenerierung.

Business

Das Business-Paket kostet 297 € monatlich. Es bietet den maximalen Funktionsumfang mit unbegrenzter Anzahl an Projekten und Mitgliederbereichen, Umfragen, Split-Tests, Webinaren und Formularen, sowie umfassende Tracking-Möglichkeiten.

Vorteile:
  • 14 Tage kostenfrei testen
  • deutscher Anbieter mit deutschsprachigem Support
  • sehr umfangreiche Funktionen
  • Funnel-Builder
  • Seitenvorlagen für Websites, Landingpages, Salespages, etc.
  • Split-Test Funktion für Seiten (ab Standard-Paket)
  • kein externer Videohost benötigt, du kannst deine Inhalte direkt bei funnelcockpit hochladen
  • Content-Drip: zeitverzögerte Freischaltung der Kursinhalte
  • Blog-System, SEO Tools und Umfragetool enthalten
  • Video-Funnels können erstellt werden
  • automatisierte Webinare
  • CRM-System
  • DSGVO-konform
Nachteile:
  • alle Daten liegen bei einem externen Dienstleister
  • bei umfangreichen Tools kann man sich leicht ablenken lassen, wenn man nicht genau weiß, was man tun möchte
  • das Design ist nicht so individualisierbar wie bei Mitgliederbereichen auf WordPress-Seiten

Ist funnelcockpit die richtige Onlinekurs-Plattform für dich?

Ich selbst habe die Software noch nicht persönlich getestet. Hier kommt meine Einschätzung auf Basis meiner Recherche: funnelcockpit ist das richtige Tool für dich, wenn du einen Funnel Builder suchst mit vielen Funktionen. Wenn Website, Blog, Email-Software und Mitgliederbereich mit einem Tool erstellt werden sollen.

Je mehr Funktionen ein Tool anbietet, desto unübersichtlicher kann es werden. Eventuell lässt man sich von den vielen Funktionen schnell ablenken. Und wenn du genau weißt, was du tun möchtest und eine leistungsstarke Onlinekurs-Plattform suchst mit vielen Möglichkeiten für die Vermarktung, dann solltest du dir das Tool mal näher anschauen.

Meine Einschätzung:

empfehlenswert für Fortgeschrittene

6.6 Kajabi

Onlinekurs-Plattform Kajabi

Die Onlinekurs-Plattform Kajabi ist aus Amerika und bietet dir eine All-in-One-Lösung. Dieses Tool ist ein umfassender Allrounder mit zahlreichen Funktionen. Du kannst deinen Mitgliederbereich anlegen für Onlinekurse und Memberships. Du kannst  Websites, Landingpages, Zahlungsseiten und Email-Marketing-Sequenzen erstellen.

Für mich ist Kajabi der Ferrari unter den Onlinekurs-Plattformen. Da es sich hier um eine amerikanische Software handelt, ist das Tool aus Datenschutzgründen für europäische Course Creators nicht ganz so ideal. Insgesamt sind die Kosten sehr hoch.

Preise & Pakete für die Onlinekurs-Plattform Kajabi:

Kajabi bietet 3 Preis-Pakete an.

Basic

Der Basic-Plan kostet 149 US-Dollar monatlich. Du kannst 3 Produkte, 3 Pipelines (Funnels), 1 Website, unbegrenzte Landingpages erstellen und Emails, 1.000 Mitglieder und 10.000 Kontakte verwalten. Sowie Quizzes und Umfragen, Webinare und Events erstellen, fertige Templates nutzen und Automationen erstellen.

Growth

Der Growth-Plan kostet 199 US-Dollar monatlich. Du kannst 15 Produkte, 15 Pipelines, 1 Website, unbegrenzte Landingpages erstellen und Emails, 10.000 Mitglieder und 25.000 Kontakte verwalten. Außerdem kannst du Quizzes und Umfragen, Webinars und Events erstellen und fertige Templates nutzen. Zusätzlich bekommst du 24/7 Chat-Support und kannst erweiterte Automatisierungsfunktionen nutzen, ein Affiliate-Programm aufsetzen und das Kajabi Branding entfernen.

Pro

Der Pro-Plan kostet 399 US-Dollar monatlich. Du kannst 100 Produkte, 100 Pipelines, 100.000 Kontakte, 20.000 Mitglieder und 3 Websites verwalten. Außerdem kannst du alles aus dem Growth Plan und zusätzlich noch einen Code-Editor nutzen.

Mit dem Jahresabo sparst du 20% des Paket-Preises.

Vorteile:
  • 14 Tage kostenfrei testen
  • sehr umfangreiche Funktionen
  • stylisches Design
  • Websites & Landingpages mit ready to use Templates
  • Email-Software enthalten, kein externer Email-Service-Provider benötigt
  • Webinar- & Event-Funktionen
  • Content-Drip: zeitgesteuerte Freischaltung von Inhalten
  • Quizzes und Umfragen können erstellt werden
  • Chat-Support
  • Automatisierungen
  • keine Transaktionsgebühren für Zahlungen
Nachteile:
  • amerikanischer Anbieter und Support englischsprachig
  • Benutzeroberfläche in Englisch
  • alle Daten liegen bei einem externen Dienstleister
  • bei umfangreichen Tools kann man sich leicht ablenken lassen, wenn man nicht genau weiß, was man tun möchte
  • problematisch in Bezug auf das Thema Datenschutz

Ist Kajabi die richtige Onlinekurs-Plattform für dich?

Die Onlinekurs-Plattform Kajabi könnte man auf dem deutschen Markt ungefähr mit elopage oder funnelcockpit vergleichen, was den Umfang der Funktionen angeht. Ich selbst habe die Software noch nicht getestet. Ich kenne sie aus der Teilnehmer-Perspektive bei Onlinekursen, an denen ich teilgenommen habe. Man kann sehr schöne Mitgliederbereiche hiermit einrichten.

Kajabi gefällt mir gut. Aber wenn du in dich in den EU-Ländern befindest, solltest du den Datenschutz im Blick haben. Aus diesem Grund halte ich Kajabi nicht für die richtige Wahl. Aber hinsichtlich Funktionen und Optik finde ich Kajabi großartig.

Meine Einschätzung:

eingeschränkt empfehlenswert aus Datenschutz-Gründen

6.7 Thrive Suite

Onlinekurs-Plattform ThriveThemes

Die Thrive Suite ist quasi eine All-in-One-Lösung für deine WordPress-Website. Das Unternehmen mit Sitz in der Schweiz bietet dir mit der Thrive Suite eine Kombination aus WordPress-Theme und verschiedensten Plugins an. Mit dem Theme gestaltest du deine Website und deine Landingpages. Mit den Plug-Ins kannst du u.a. deinen Mitgliederbereich einrichten, Leads einsammeln, Quizzes und Automationen erstellen.

Du benötigst zusätzlich einen externen Zahlungsdienst, einen Videohoster und einen Email-Service-Provider. Die gängigen Anbieter, wie MailChimp, ActiveCampaign oder Klick-Tipp, lassen sich direkt mit Thrive Suite verknüpfen.

Preise & Pakete für die Onlinekurs-Plattform Thrive Suite:

Die Thrive Suite bietet 2 Preis-Pakete an.

Thrive Suite Quarterly

Für 99 US-Dollar im Quartal bekommst du alle Funktionen und kannst die Software auf 25 Websites installieren.

Thrive Suite Yearly

Der Jahresplan kostest 299 US-Dollar und du erhältst die gleichen Funktionen.

Du kannst auch nur das Plug-In Thrive Apprentice nutzen und mit deinem bestehenden WordPress-Theme die Gestaltung erstellen. Wenn du nur das Plugin Thrive Apprentice verwendest, kostet dieses im Jahr 97 US-Dollar.

Vorteile:
  • 30 Tage Geld-zurück-Garantie
  • du erstellst deinen Mitgliederbereich auf deiner eigenen Website
  • Login und Design des Mitgliederbereich – maximale Flexibilität bei deinem Design
  • Erstellung von Bundles möglich
  • Website- und Landingpage-Builder mit über 300 Templates
  • Lead-Generierung mit Opt-In-Form
  • Quiz-Builder
  • Content-Drip
  • unbegrenzte Anzahl an Onlinekursen und Mitgliedern
  • individuelle Checkout-Experience
  • DSGVO-konform
Nachteile:
  • du musst mit WordPress und deinem WordPress-Theme versiert umgehen können oder bereit sein, einen Webdesigner für die Gestaltung deines Mitgliederbereichs zu beauftragen
  • auch wenn das Tool viel kann, du benötigst weitere Einzeltools, wie z.B. einen Videohost
  • du benötigst mehr Zeit für den Aufbau deines Mitgliederbereichs
  • keine App für mobile Nutzung und Offline-Verfügbarkeit von Inhalten
  • Support, Backend und Tutorials sind englischsprachig

Ist die Thrive Suite die richtige Onlinekurs-Plattform für dich?

Ich habe mit dem Thrive Theme und dem Plug-In Thrive Leads gearbeitet. Das Plug-In zur Einrichtung des Mitgliederbereichs habe ich noch nicht selbst getestet. Aber ich gehe davon aus, dass es ähnlich gut zu bedienen ist, wie das Theme und Plug-In, das ich verwende.

Somit ist meine Empfehlung:

Wenn du dich mit WordPress auskennst und ein multifunktionales Tool für deine Website suchst, ist die Thrive Suite die richtige Plattform für dich. Du kannst vieles aus einer Hand bedienen. Jedoch sollstest du Englisch können, da der Support und Video-Tutorials und Hilfestellungen zum Tool nur in Englisch zur Verfügung stehen. Insgesamt ist diese Lösung preislich gesehen günstiger als ein externes Tool. Bedenke aber: Du musst noch weitere einzelne Tools, wie einen Videohoster, Email-Service-Provider und einen Zahlungsdienst, hinzurechnen. Der Vorteil liegt darin, dass du alles auf deinem eigenen „Grundstück“ baust und somit ein stückweit unabhängiger bist.

Meine Einschätzung:

empfehlenswert für alle, die sich mit WordPress auskennen

6.8 Thinkific

Onlinekurs-Plattform Thinkific

Die Onlinekurs-Plattform Thinkific wird von einem kanadischen Anbieter betrieben. Sie ist ebenfalls eine All-in-One-Lösung. Du kannst mit ihr deinen Mitgliederbereich einrichten und viele weitere Funktionen nutzen. Außerdem kannst du Landingpages, Bezahlseiten, Bundles und Upsells erstellen.

Direkte Email-Integrationen mit MailChimp, ActiveCampaign und Aweber sind vorhanden. Für die Funktionalität der Bezahlseiten brauchst du zusätzlich noch Stripe oder Paypal, um Zahlungen zu erhalten.

Preise & Pakete für die Onlinekurs-Plattform Thinkific:

Bei der Onlinekurs-Plattform Thinkific gibt es 4 Pakete.

Free

Mit dem kostenlosen Plan kannst du die Onlinekurs-Plattform testen. Du kannst einen Kurs erstellen mit unbegrenzter Anzahl von Mitgliedern.

Basic

Der Basic-Plan kostet 49 US-Dollar monatlich. Du kannst unbegrenzt viele Kurse erstellen mit unbegrenzt vielen Mitgliedern. Du kannst deine Wunschdomain einrichten, Coupons und Promotions erstellen, deinen Content zeitgesteuert veröffentlichen und individuelle Emails an einzelne Mitglieder versenden, inkl. Live-Support.

Pro

Der Pro-Plan kostet 99 US-Dollar monatlich. Du kannst unbegrenzt viele Kurse mit unbegrenzt vielen Mitgliedern erstellen. Alles, was im Basic Plan enthalten ist, ist inkludiert. Zusätzlich erhältst du bevorzugten Support. Du kannst Zertifikate und Zahlungspläne, Bundles und Memberships erstellen, sowie Quizzes und Live-Lessons.

Premier

Der Premier-Plan kostet 499 US-Dollar monatlich. Dafür bekommst du alles aus den vorherigen Plänen. Zusätzlich erhältst du Onboarding Packages, du kannst unbegrenzte Communities erstellen und das Thinkific Branding entfernen.

Wenn du auf den jährlichen Zahlungsplan wechselst, sparst du 20% bei den jeweiligen Preis-Paketen.

Vorteile:
  • es gibt eine kostenlose Version für Anfänger
  • Video- und Content-Hosting
  • Quizzes und Umfragen
  • Voice-over Recording Tool für die Aufnahme von Kursvideos
  • Landingpages mit Templates
  • Bundles & Upsells
  • Affiliate Reporting
  • Coupons & Promotions
  • automatische Willkommens- und Fertigstellungs-Emails
  • Wunsch-Domain (ab Basic Paket)
  • Content-Drip: zeitgesteuerte Freischaltung
  • Seitensprache anpassbar
Nachteile:
  • kanadischer Anbieter und Support englischsprachig
  • keine große Auswahl bei der direkten Integration von Email-Systemen
  • Benutzeroberfläche in Englisch, jedoch soll Seitensprache anpassbar sein
  • alle Daten liegen bei einem externen Dienstleister
  • es muss geprüft werden, inwieweit das Tool DSGVO-konform ist

Ist Thinkific die richtige Onlinekurs-Plattform für dich?

Thinkific ist ebenfalls ein System mit umfangreichen Funktionen. Da ich die Software nicht selbst getestet habe, gebe ich dir hier eine Einschätzung auf Basis der recherchierten Informationen. Die Seitensprache kann mit einem Klick umgestellt werden. Das vereinfacht die Umsetzung und du kannst die Funktionen auf Deutsch ansehen.

Dennoch ist der Support in Englisch. Wenn du Fragen hast, musst du dich auf Englisch verständigen können. Alles in allem scheint Thinikfic eine leistungsstarke Plattform zu sein mit einem verlockenden Einstiegsplan. Dennoch vermute ich, dass man schnell an die Paket-Grenzen stößt und dann den nächsthöheren Paket-Preis nehmen muss. Es gibt Angaben auf der Seite, dass Thinkific „GDPR-compliant“ arbeitet. Bevor du dich für Thinkific entscheidest, möchtest du das nochmal genauer in Augenschein nehmen.

Meine Einschätzung:

eingeschränkt empfehlenswert aus Datenschutz-Gründen

6.9 Teach:able

Onlinekurs-Plattform teach:able

Teach:able ist eine Onlinekurs-Plattform aus den USA. Es ist eine All-in-One-Lösung. Du kannst deinen Mitgliederbereich und auch deine Salespages erstellen. Außerdem kannst du Email-Kampagnen, Produkt-Bundles und Quizzes erstellen. Somit bekommst du mit Teach:able ein leistungsstarkes Tool, mit dem sich ein Vielzahl an Funktionen in deinem Online-Business abbilden lässt. Ab dem Basic-Paket kannst du auch externe Tools integrieren, wie z.B. MailChimp oder Convertkit.

Preise & Pakete für die Onlinekurs-Plattform Teach:able:

Es gibt 4 Preis-Pakete bei Teach:able.

Free

In dem kostenlosen Paket von Teach:able bekommst du ein eine Menge an Funktionen. Du kannst eine unbegrenzte Anzahl an Kursen für eine unbegrenzte Anzahl an Mitgliedern anlegen.  Zusätzlich gibt es Course-Design-Templates sowie Bundles. Bei Verkäufen zahlst du eine Transaktionsgebühr von 1 US-Dollar + 10% pro Transaktion.

Basic

Das Basic-Paket kostet 39 US-Dollar monatlich. Du bekommst alles aus dem Free-Paket und zusätzlich kannst du eine Mitglieder-Community anlegen. Außerdem erhältst du Produkt-Support, deine Wunschdomain, Coupon-Codes und Content-Drip. Du kannst Emails versenden und externe Tools integrieren, wie z.B. MailChimp oder Convertkit. Bei Verkäufen zahlst du eine Transaktionsgebühr von 5 % pro Transaktion.

Pro

Das Pro-Paket kostet 119 US-Dollar monatlich. Es enthält alles aus dem Basic Paket. Du bekommst bevorzugten Support via Live-Chat. Zudem kannst du Quizzes erstellen und Zertifikate, Upsells, Affiliate-Marketing integrieren und das Branding von Teach:able entfernen. Du zahlst keine Transaktionsgebühren bei Verkäufen.

Business

Das Business-Paket kostet 299 US-Dollar monatlich. Du erhältst alles aus dem Pro-Paket und bevorzugten Support via Live-Chat. Zusätzlich kannst du Studenten manuell importieren und den Kurs im Bulk ausrollen. Außerdem hast du noch erweiterte Customization-Möglichkeiten für deinen Mitgliederbereich. Es fallen keine Transaktionsgebühren für den Verkauf an.

Vorteile:
  • es gibt eine sehr umfangreiche kostenlose Version
  • Video- und Content Hosting
  • Basic Quizzes (ab Free)
  • Quizzes und Zertifikate (ab Pro)
  • Landingpages mit Templates
  • Bundles & Upsells
  • integrierter Zahlungsprozess
  • Affiliate Marketing
  • Coupons & Promotions
  • Email-Marketing (ab Basic)
  • Content-Drip: zeitgesteuerte Freischaltung (ab Basic)
  • Seitensprache anpassbar
Nachteile:
  • amerikanischer Anbieter und Support englischsprachig
  • Design wenig individualisierbar
  • Benutzeroberfläche in Englisch
  • alle Daten liegen bei einem externen Dienstleister
  • eher problematisch hinsichtlich Datenschutz

Ist Teach:able die richtige Onlinekurs-Plattform für dich?

Teach:able ist eine leistungsstarke Onlinekurs-Plattform. Ich finde das Angebot im kostenlosen Tarif bemerkenswert. Da ich die Plattform nicht selbst getestet habe, kann ich die Benutzerfreundlichkeit nicht wirklich beurteilen. Wie bei den anderen amerikanischen Anbietern ist das Thema Datenschutz nicht ganz unproblematisch.

Meine Einschätzung:

eingeschränkt empfehlenswert aus Datenschutz-Gründen

6.10 Udemy

Onlinekurs-Plattform Udemy Website

Die Onlinekurs-Plattform Udemy wird von einem amerikanischen Anbieter betrieben. Sie lässt sich nicht wirklich mit den anderen genannten Onlinekurs-Plattformen vergleichen. Das Besondere ist, dass du „Dozent“ bei Udemy wirst und dann deine Kurse dort einstellen kannst. Sie werden dann über den Udemy Marktplatz verkauft. Die Plattform hat hohe Qualitätsstandards.

Preise & Pakete für die Onlinekurs-Plattform Udemy:

Bei Udemy fallen erstmal keinen Kosten an. Dabei ist es egal, ob du einen kostenlosen oder kostenpflichtigen Kurs anbietest. Bei Verkauf deines Kurses erhält Udemy eine Provision.

Vorteile:
  • es fallen keine Kosten für die Onlinekurs-Plattform an
  • Videos werden bei Udemy gehostet
  • du kannst Tests und Multiple-Choice-Quizzes erstellen
  • es gibt einen großen Marktplatz, auf dem du deinen Kurs anbieten kannst
Nachteile:
  • großer Wettbewerb zwischen den Onlinekursen
  • Onlinekurse werden zu sehr günstigen Preisen angeboten

Ist Udemy die richtige Onlinekurs-Plattform für dich?

Aus meiner Sicht ist der Aufbau eines soliden Online-Business mit dieser Plattform nicht möglich. Die Kurse werden zu Niedrigpreisen angeboten. Die Vermarktung deiner Kurse mit der Plattform Udemy sehe ich kritisch, weil du ständig in Konkurrenz zu anderen vergleichbaren Angebot stehst.
Es gibt zu viel Wettbewerb und Ablenkung, weshalb eine gezielte Vermarktung nicht wirklich möglich ist.

Meine Einschätzung:

nicht empfehlenswert, zu hohe Konkurrenz, Kurse werden zu Dumping-Preisen angeboten

7) Entscheidungs-Kriterien für die Auswahl der Onlinekurs-Plattform

Nachdem du dir einen Überblick über die verschiedenen Tools verschafft hast, wirst du dich vielleicht fragen:

Und wie soll ich jetzt entscheiden, was die richtige Onlinekurs-Plattform ist?

Folgende Fragen werden dir dabei helfen eine gute Entscheidung zu treffen:

▶️ Ist die Online-Kurs-Plattform rechtskonform nutzbar in Deutschland?

▶️ Möchtest du eine All-in-One-Lösung oder lieber einzelne Tools nutzen? (Bedenke auch bei All-in-One-Lösungen benötigst du oftmals noch einzelne Tools!)

▶️ Deshalb willst du bei einer All-in-One-Lösung auf Folgendes achten: Gibt es Schnittstellen zu den anderen Tools, die du bereits nutzt, oder benötigst du z.B. Newsletter-Provider, Zahlungsdienst, etc.

▶️ Möchtest du deinen Mitgliederbereich auf deiner eigenen Website integrieren und selbst für die Sicherheit sorgen? Oder soll dein Mitgliederbereich bei einem externen Anbieter liegen?

▶️ Möchtest du, dass die Plattform deutschsprachig ist?

▶️ Möchtest du einen deutschsprachigen Support/Ansprechpartner?

8) Fazit

Es gibt eine Vielzahl an leistungsstarken Onlinekurs-Plattformen. Und es war noch nie so einfach, einen Onlinekurs zu erstellen wie heute. Du brauchst keine Programmierkenntnisse, sondern kannst dich voll und ganz auf die Erstellung und Vermarktung deines Onlinekurses konzentrieren. Nicht alle All-in-One-Lösungen bieten wirklich alles aus einer Hand an, sodass du oftmals hier und dort noch weitere Tools hinzunehmen musst.

Auf der anderen Seite ist es so, dass du als Anfänger nicht das Tool mit den umfassendsten Funktionen benötigst. Hier empfehle ich dir darauf zu achten, dass du gut mit der Benutzeroberfläche der Plattform klarkommst und dich schnell einarbeiten kannst. Bei den meisten Anbietern kannst du kostenlos starten. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass erst der Blick hinter die Kulissen zeigt, ob man gut mit dem Tool arbeiten kann und ob wirklich alles reibungslos umzusetzen und zu integrieren ist.

Prinzipiell lässt sich sagen: Die Haupt-Unterschiede liegen im Funktionsumfang, im Preis, in der Benutzerfreundlichkeit, in der Sprache und darin, ob das Tool rechtssicher zu nutzen ist.

Ich hoffe, dass ich dir mit diesem Artikel eine gute Hilfestellung an die Hand geben konnte, die richtige Entscheidung für deine Onlinekurs-Plattform zu treffen.

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